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Konflikte im Beruf

Ursachen erkennen und auflösen

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geschäftliche Partnerschaft

Unternehmensziele

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Partnerschaft - ja oder nein?

Gernot hatte gemeinsam mit seiner Frau ein florierendes Großhandelsunternehmen im Lebensmittelsektor aufgebaut.
Nach der Scheidung hat er seine Frau ausgezahlt, um das Unternehmen alleine zu leiten.
Die hohe Ablösesumme und die derzeitig schwierige Marktsituation haben alle Reserven aufgebraucht, es fehlt an Liquidität.
So überlegt Gernot, einen Teilhaber an Bord zu holen. Zwei Interessenten haben Interesse bekundet.
 
Ich bitte Gernot, für sich selbst, sein Unternehmen, seine Kunden und die beiden Kandidaten je einen Stellvertreter aufzustellen.
Das Bild stellt sich folgendermaßen dar:
Gernot steht neben seinem Unternehmen den Kunden gegenüber.
Die beiden Interessenten hat er auf der rechten Seite nebeneinander aufgestellt.
Ich bitte die Stellvertreter, sich zu bewegen und sich einen Platz zu suchen, der ihrem inneren Impuls entspricht.
Die Kunden wenden sich ab, der eine Interessent blickt auf die Kunden, der andere auf das Unternehmen, das wiederum etwas von Gernot abgerückt ist.
Nach ihren Gefühlen und Eindrücken gefragt, sagt Gernot, er fühle sich allein und im Stich gelassen. „Mir schwimmen die Felle davon und ich kann nichts tun,“ sind seine Worte.
Die Kunden fühlen sich „nicht wirklich in ihren Bedürfnissen wahrgenommen, da können wir auch gleich rausgehen.“
Das Unternehmen fühlt sich von dem einen Interessenten angezogen, sie lächeln sich an. „Gernot spielt für uns beide keine Rolle, wir sehen ihn gar nicht wirklich,“ so ihre Aussage.
Der Interessent, der auf die Kunden blickt, meint: „Die interessieren mich, ich versuche, ihre Aufmerksamkeit zu bekommen und sie auf meine Seite zu ziehen. Das Unternehmen selbst sehe ich nicht.“
An dieser Stelle bitte ich Gernot und das Unternehmen, sich einander gegenüber zu stellen (eine typische direkt Konfrontationssituation im systemischen Stellen).
Das Unternehmen verschränkt die Arme vor der Brust, Gernot senkt den Blick, kann es nicht ansehen.
Auf mehrmaliges Nachfragen stellt sich heraus, dass das Unternehmen das Ausscheiden der Frau bedauert, die sich „immer mehr als Gernot um mich gekümmert hat“.
Gernot bestätigt, diese Ablehnung zu spüren und deshalb auf Abstand zu gehen.
 
Hier tritt eine häufige Situation im systemischen Aufstellen ein: Die Probleme müssen schichtweise aufgearbeitet werden.
Bevor an der Beziehung zu den Kunden und Interessenten gearbeitet wird, muss ein wertschätzender Abschied von der Exfrau seitens Gernot’s und des Unternehmens vollzogen werden.
Gernot ist dann aufgefordert, sich dem Unternehmen mit allen Sinnen zuzuwenden, es nicht nur als Geldbringer sondern als derzeitige Lebensaufgabe zu sehen und zu spüren.
Als dies gelingt, können beide sich den Kunden zuwenden, die darüber erfreut sind und lächelnd einen Schritt auf sie zugehen.
 
An diesem Punkt zieht sich der Interessent, der nur auf die Kunden geblickt hatte, zurück. „Hier ist kein Platz mehr für mich,“ sagt er.
Der andere Kandidat nähert sich Gernot und dem Unternehmen, die ihn wohlwollend ansehen.
Er stellt sich schräg neben das Unternehmen, mit Blick sowohl auf Gernot als auch auf die Kunden. „Wir müssen zueinander finden, aber das wird schon, wir sind  interessiert an einer Zusammenarbeit,“ beteuern alle.
 
Als ich nun die einzelnen Stellvertreter befrage, sagen alle, dass sie sich in der jetzigen Position sehr wohlfühlen.
 
Damit ist die Situation für Gernot geklärt, Altlasten aufgearbeitet, er wird Gespräche mit dem einen Interessenten führen und ist zuversichtlich, dass sich die Zusammenarbeit positiv auf die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens auswirkt.
 
In einer systemischen Aufstellung können wir wie auf einer Bühne Blockaden und unbewusste Schwingungen klar erkennen, die auf uns problematisch und negativ wirken.
Wenn diese Verstrickungen aufgelöst werden, kann sich das System ordnen und wieder reibungslos funktionieren.

 

 

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